WAKNA:Basics

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Hier finden Sie Literatur für Einsteiger:innen in das Gebiet der Neuroanästhesie

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Hinweis: Die Auswahl der hier angeführten Arbeiten ist rein subjektiv und erhebt keinerlein Anspruch auf Vollständigkeit. Wir verlinken die Publikationen i.d.R. zu den jeweiligen Journals. Falls Sie keinen Zugriff auf den Volltext haben sollten so können Sie auch die Autoren kontaktieren z.B. via ResearchGate.

Den Gebrauch von sog. Schattenbibliotheken wie z.B. "Sci-Hub" möchten wir explizit nicht empfehlen, da der rechtliche Status bestenfalls zweifelhaft ist, siehe auch Kontroverse und rechtliche Einordung von Schattenbibliotheken.

DIESE SEITE BEFINDET SICH NOCH IM AUFBAU UND WIRD STÄNDIG ERWEITERT! Letztes update: 18.01.2021

Grundlagen, Physiologie & Pharmakologie

  • An erster Stelle eine Hinführung zum Thema Neuroanästhesie vom Kollegen Dirk Repkewitz aus Linz als pdf.
  • Ein weiteres Angebot zu "Die ganze Neuroanästhesie in einem paper" kommt von Herzer & Trimmel aus dem Klinikum Wiener Neustadt.
  • Vieles in der Neuroanästhesie dreht sich um ICP, CPP und CBF. Wie verändern sich diese zentralen Determinanten durch den Einsatz von Katecholaminen bei Gesunden und Patienten mit ZNS-Schädigung? Ein aktueller (2019) "narrativer" Review gibt Auskunft.
  • Seit mehr als 50 Jahren ist Mannitol ein beliebtes Osmodiuretikum in der Neuroanästhesie. Dennoch ist unser Verständnis dieser Substanz bestenfalls "work in progress". Dieser systematische Review gibt den aktuellen Stand der Dinge wieder.

Anästhetika und ZNS

  • Von volatilen Anästhestika ist bekannt, dass sie die cerebrovaskuläre Autoregulation stören Kristin Engeldard et al. 2001. Somit gelten sie bei als kontraindiziert bei pathologischen Prozessen, welche den intracerebralen Druck (ICP) zu erhöhen, wie z.B. einer akuten intracerebralen Blutung. Gleichzeitig aber sind volatile Anästhetika in der Lage die Ödembildung nach einer intracerebralen Blutung zu verringern, und zwar durch Erhalt der sog. "tight junctions" Beatrice BeckSchimmer et al. Europ J Anaesth 2020. Ist es also an der Zeit die gängige klinische Praxis zu überdenken? Klinische Studien könnten helfen diese Frage zu beantworten.

Subarachnoidalblutung & Aneurysmatherapie

  • Alles, was Sie zum Thema aneurysmatisch bedingte Subarachnoidalblutung wissen müssen von A.D. Rieg und Kollegen in zwei Artikeln zusammengefasst Teil 1 und Teil 2.
  • Clipping oder Coiling? Dazu gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Studien... Was aber gerne mal übersehen wird, ist dass die Intensivtherapie nach SAB ganz entscheidend zum outcome beiträgt. Thomas M. Heim gibt im Deutschen Ärzteblatt eine kurze Einführung in dieses Thema. Bitte beachten Sie insbesondere die 18 Literaturangaben in diesem Beitrag! Hierin finden Sie kompakt zusammengefasst die wichtigsten aktuellen Studien und Empfehlungen zum Thema.

Eingriffe an der Wirbelsäule

  • Nur einmal angenommen, Sie haben im Dienst einen Patienten mit instabiler Halswirbelsäule zu intubieren. Wie gehen Sie vor? Videolaryngoskop oder doch wach fiberoptische Intubation? Eine interessante Studie aus Indien gibt uns dazu Hinweise.
  • Patienten, welche sich einem neurochirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule unterziehen haben oftmals eine längere Leidensgeschichte, teilweise besteht ein chronisches Schmerzsyndrom. Es stellt sich die Frage nach der optimalen Narkoseführung und perioperativen Schmerztherapie. Die Ergebnisse mit Ketamin und einem multimodalen analgetischen Regime sind jedoch eher ernüchternd.

funktionelle Neurochirurgie

  • Tiefenhirnstimulation (deep brain stimulation, DBS) ist ein Verfahren der funktionellen Neurochirurgie, welches u.a. in der Therapie von Patienten mit M. Parkinson, Dystonie und Tourette-Syndrom Anwendung findet. Bei der operativen Anlage des DBS-Systems handelt es sich um eine komplexes mehrstufiges Verfahren, bestehend aus Anlage eines stereotaktischen Rings am Schädel des Patienten, einer stereotaktischen Bildgebung (CT/MRT), der Platzierung der DBS-Elektroden, dem Tunneln der Kabel und schlussendlich der subclavikulären Implantation des Generators. Dabei stellt die Platzierung der DBS-Elektroden z.B. im subthalamischen Nucleus (STN) einen entscheidenden Schritt dar, welcher maßgeblich für den Therapieerfolg der DBS ist. Zur optimalen Elektrodenplatzierung werden intraoperativ elektrophysiologische Signale von den DBS-Elektroden abgeleitet (microelectrode recording, MER). Alle bekannten Sedativa, Hypnotika und Opioide führen jedoch konzentrationsabhängig zu einer klinisch relevanten Abschwächung bzw. Aufhebung dieser MER-Signale. Bos MJ und Kollegen fassen den aktuellen Stand der Dinge in ihrem "narrartiven Review" kompetent zusammen.

Schädelhirntrauma

intracranielle Blutung

  • Intensivtherapie nach ICB: Auch da hat sich in den letzten Jahren doch einiges getan. Ein schöner Überblick kommt aus Rom: Badenes & Bilotta nehmen Stellung im British Journal of Anaesthesia zu Themen wie Risikostratifizierung der Patienten, Hämodynamik ("goal-directed fluid thetapy"), Beatmunsstrategien und pharmakologischer Neuroprotektion.
  • ICB unter NOAK-Therapie: Der Alptraum! Was ist zu tun? Wann soll man Idarucizumab oder Andexanet alfa geben, wann PPSB? Was sind die notwendigen und aussagekäftigen diagnostischen Gerinnungstests? Eine aktuelle Übersicht aus dem Deutschen Ärzteblatt liefert diese Informationen in recht komprimierter Form.

ischämischer Schlaganfall

  • Die mechanische Thrombektomie (auch "Rekanalisation" oder Endovaskulartherapie genannt) ist die Standardtherapie bei einem frischen (<6h) ischämischen Schlaganfall im vorderen Stromgebiet (z.B. Art. cerebri media) und der alleinigen Thrombolyse überlegen. Aus anästhesiologischer Perspektive stellt sich die Frage: Intubationsnarkose oder "nur" Sedierung? Eine Intubationsnarkose mag mit einem größeren zeitlichen Aufwand und einem einleitungsbedingten (kritischen?) Blutdruckabfall vergesellschaftet sein, gewährleistet dann aber sicherlich optimale Bedingungen zur Intervention. Eine reine Sedierung verkürzt evtl. das Intervall bis zur mechanische Thrombektomie, bringt aber das Problem des ungesicherten Atemwegs beim neurologisch eingeschränkten Patienten (Schutzreflexe, Aspirationsgefahr) mit sich und kann keine gute Immobilität erzeugen. Drei große Studien versuchen dazu antworten zu geben: SIESTA 2016, AnSTROKE 2017 und GOLIATH 2018
  • Sie haben mit Ihrer Rekanalisation in Analgosedierung begonnen. Nun müssen Sie zusehen, wie Ihr(e) Patien:in allmählich "schlechter" wird. Eigentlich würden Sie sich jetzt mit einer Intubation/Vollnarkose wesentlich wohler fühlen. Was tun Sie? Bei einem Verfahrenswechsel verlieren Sie wertvolle Zeit! Eine topaktuelle Studie aus Hamburg wendet sich genau dieser Frage zu.

Kinderneurochirurgie

  • Die ganze pädiatrische Neuroanästhesie kompakt in einer Arbeit komprimiert: Klaus U. Klein und Co-Autoren 2007 in der "AINS" fassen die Physiologie und Pathophysiologie des kindlichen Zerebrums kompakt und leicht verständlich zusammen. Für einen einfachen Einstieg in das Thema Kinderneuroanästhesie.
  • Die Therapie der kindlichen Kraniosynostose ist "täglich Brot" in der Kinderneuroanästhesie. Alle Grundlagen zu diesem komplexen Thema liefert ein zweiteiliger Review. Hier Teil 1 und Teil 2.

halbsitzende Lagerung und Luftembolie

  • Die (halb-) sitzende Lagerung des Patienten bietet zahlreiche Vorteile für mikrochirurgische Eingriffe z.B. in der hinteren Schädelgrube oder bei der Resektion von Akustikusneurinomen. Gleichzeitig ist die (halb-) sitzende lagerung in der Neurochirurgie mit einem erhöhten Risiko für eine venöse Luftembolie behaftet und erfordert daher eine besondere Überwachung des Patienten. Aus Hannover kam 2016 ebenfalls eine gute Zusammenfassung zum Thema "Venöse Luftembolie"

typische neurologische und neurochirurgische Erkrankungen

  • Die "Willis-Ekbom disease" ist eine der häufigsten neurologischen Erkrakungen überhaupt mit einer Gesamtprävalenz von 10,6%. Kennen Sie nicht? Sollten Sie aber kennen! Felix Bartelke und Kollegen fassen Alles zum perioperativen Vorgehen zusammen. Und hier noch der link zum paper bei research gate.
  • Patienten mit Moyamoya-Erkrankung werden oftmals in der Neurochirurgie mit extra-intrakraniellen Bypässen versorgt. Dies stellt die einzig ernsthafte Therapieoption bei diesen Patienten dar. Aber selbstverständlich kann Ihnen ein Patient mit Moyamoya-Erkrankung auch in jeder anderen chirurgischen Fachdisziplin begegnen. Bei einer Narkose gilt es eine Hypotension und eine Hyperventilation tunlichst zu vermeiden. Alles Wissenswerte zu Moyamoya finden Sie bei Scott & Smith 2009 im New England Journal of Medicine.

Lokalanästhetika

Maligne Hyperthermie

  • Hier finden Sie die aktuelle (von 2018, gültig bis 2023) S1-Leitlinie: "Therapie der Malignen Hyperthermie"

Mechanismen der Anästhesie

  • Ebenfalls schon aus dem Jahr 2003, aber immer noch "gut" ist der New England Journal of Medicine-Review von Campagna, Miller & Forman. In dieser Übersichtsarbeit werden Begriffe "MAC" und "Meyer-Overton-Regel" ausführlich erklärt, aber auch die modernen Erkenntnisse zu ligandengesteuerten Ionenkanälen kommen nicht zu kurz.

Neuromonitoring allgemein

  • EEG-Monitoring ("BIS") für Alle? Für Risikopatienten? Oder bringt das alles doch gar nichts? Einen aktuellen Überblick geben Georgii & Schneider 2019 in "Der Anästhesist". Der lesenswerte Artikel wird von einem Editorial begleitet.

Neurotoxizität

  • Zum Thema Neurotoxizität von Anästhetika wurde schon viel geschrieben. Aber nur selten so gut, so kurz und so unterhaltenswert: C.S. Guay und Michael Avidan erklären uns, was unsere Patienten mit einem alten Ford Modell T und was die Moai der Rapanui auf den Osterinseln mit Delir zu tun haben in No Brain Is an Island. Absolut lesenswert!

spezielle Neurochirurgie

spezielles neurochirurgisches Monitoring

  • Kein ernst zu nehmender neurochirurgischer Eingriff kommt ohne ein intraoperatives Neuromonitoring aus. Dazu gibt es einiges zu wissen und bei der Narkoseführung zu beachten. Die Grundlagen dazu finden sich bei Nitzschke et al. 2012 und bei Michels et al. 2017.

Sonstige

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